Website für kleine Unternehmen: Was du brauchst – und was nicht
Ein kleines Unternehmen braucht fünf gepflegte Seiten, eine klickbare Telefonnummer und eine Ladezeit unter zwei Sekunden – nicht mehr. Trotzdem verkauft der Markt kleinen Betrieben regelmäßig 15-Seiten-Projekte mit Blog, Newsletter und Imagefilm. Dieser Leitfaden zeigt, was wirklich zählt, was es kostet und welche vier Fehler kleine Unternehmen am meisten Geld kosten.
Das Wichtigste in Kürze:
- 5 Seiten reichen: Start, Leistungen, Über uns, Referenzen/Jobs, Kontakt.
- Deine Website hat genau drei Jobs: aus Empfehlungen Anfragen machen, lokal gefunden werden, Bewerbern Vertrauen geben.
- Realistische Kosten: 1.500–10.000 € Erstellung — oder ein Betreuungsmodell mit planbarem Monatspreis.
- Der teuerste Fehler ist nicht die falsche Website, sondern die ungepflegte: Veraltete Inhalte vernichten Vertrauen schneller, als Design es aufbaut.
Wozu die Website wirklich da ist (drei Jobs, nicht zehn)
Job 1 – Empfehlungen bestätigen: Die meisten Kunden kleiner Unternehmen kommen über Empfehlung. Aber Empfohlene rufen nicht blind an — sie googeln dich vorher. Deine Website beantwortet in 10 Sekunden: Gibt es den Betrieb wirklich, macht er, was ich brauche, wirkt er verlässlich? Besteht sie den Test nicht, versandet die Empfehlung.
Job 2 – lokal gefunden werden: „Steuerberater Peine", „Physiotherapie in der Nähe" — wer bei diesen Suchen auftaucht, bekommt Anfragen ohne Werbebudget. Das erledigen Google Business Profile plus lokal optimierte Website zusammen.
Job 3 – Bewerber überzeugen: Der unterschätzteste Job. Fachkräfte und Azubis prüfen den Betrieb online, bevor sie sich bewerben. Eine gepflegte Website mit Team-Fotos und Jobs-Seite ist heute Recruiting-Grundausstattung.
Alles, was keinem dieser drei Jobs dient, ist verzichtbar.
Die 5 Seiten, die du brauchst
- Startseite: Wer du bist, was du machst, für wen, wo — plus Telefonnummer und Handlungsaufforderung im ersten Bildschirm.
- Leistungen: Konkret statt allgemein. Lieber drei präzise Leistungsseiten als eine „Wir machen alles"-Liste — Google rankt Seiten, nicht Websites.
- Über uns / Team: Echte Gesichter, echte Namen. Bei kleinen Unternehmen kaufen Kunden Menschen, keine Marken.
- Referenzen oder Jobs (je nachdem, was dir wichtiger ist): Bewertungen und echte Projektfotos — oder die Ausbildungs-/Stellen-Seite mit unkomplizierter Bewerbung.
- Kontakt: Telefon (klickbar!), E-Mail, Formular, Anfahrt, Öffnungszeiten. Ohne Hürden — jedes Pflichtfeld weniger bringt mehr Anfragen.
Impressum und Datenschutz sind Pflicht (was wirklich nötig ist), zählen aber nicht als Inhaltsseiten.
Was es kostet — die ehrlichen Zahlen
| Weg | Einmalig | Laufend | Der Haken |
|---|---|---|---|
| Baukasten (Wix, Jimdo) | 0–500 € | 15–40 €/Monat | Deine Abende; Vorlagen-Look; Website bleibt gemietet |
| Freelancer | 1.500–5.000 € | Hosting, Pflege, Wartung extra | Danach bist du allein verantwortlich |
| Agentur | 4.000–10.000 € | 50–250 €/Monat Wartung | Änderungen kosten extra; Wartung kauft nichts Sichtbares |
| Betreuungsmodell (webupdater.de) | 300 €/Seite | ab 199 €/Monat, alle Änderungen inklusive | Nur zusammen mit Betreuung — bewusst: darum |
Wichtiger als der Anschaffungspreis ist die Frage, was der Betrieb über drei Jahre kostet — dort trennen sich die Angebote wirklich.
Die 4 teuersten Fehler kleiner Unternehmen
- Die Website verwaisen lassen. Öffnungszeiten von 2023, Ex-Mitarbeiter im Team — nichts zerstört Vertrauen schneller. Ursache ist fast nie Faulheit, sondern dass Ändern umständlich oder teuer ist. Genau deshalb ist die Pflege-Frage wichtiger als die Design-Frage.
- Auf Social Media statt Website setzen. Das Instagram-Profil gehört Meta, rankt nicht bei Google und wirkt bei größeren Aufträgen nicht seriös. Social Media ist Verstärker, die Website die Basis.
- Technik kaufen, die Arbeit macht. Ein CMS mit 25 Plugins für fünf Seiten ist ein Wartungsfall ohne Nutzen — die Vollkostenrechnung. Für Präsentations-Websites reicht statische Technik: schneller, sicher, wartungsfrei.
- Groß starten, nie fertig werden. 15 geplante Seiten, nach einem Jahr sind drei online. Umgekehrt wird es gut: klein und vollständig starten, dann wachsen lassen.
Betreiben ohne IT-Wissen — die eigentliche Frage
Die Technik-Entscheidung läuft für kleine Unternehmen auf eine Frage hinaus: Wer kümmert sich? Selbst (Baukasten — Zeit), niemand (der Fehler Nr. 1) oder ein fester Ansprechpartner. Mein Modell ist die dritte Variante, radikal vereinfacht: Ich baue deine Website als schnelle statische Seite (300 € pro Seite) und übernehme danach alles — jede Änderung schickst du per WhatsApp, am nächsten Werktag ist sie online, vertraglich zugesichert. Hosting, Sicherheit und technisches SEO laufen mit. Du brauchst null technisches Wissen, und die Website hat den einen Zustand, der zählt: aktuell.
Die Website eines kleinen Unternehmens muss nicht groß, teuer oder raffiniert sein — sie muss erreichbar, konkret, schnell und aktuell sein. Fünf Seiten, drei Jobs, ein Kümmerer. Wenn du wissen willst, wo deine Website heute steht oder was der richtige Weg für deinen Betrieb wäre: Schreib mir kurz — ich analysiere kostenlos und antworte ehrlich, auch wenn die Antwort „lass es, wie es ist" lautet.
Häufige Fragen
Ja — wegen der drei Jobs: Empfehlungen bestätigen, lokal gefunden werden, Bewerber überzeugen. Auch (gerade!) bei vollem Auftragsbuch.
Erstellung 1.500–10.000 € je nach Weg, oder Betreuungsmodell mit 300 €/Seite plus ab 199 €/Monat inklusive aller Änderungen.
Fünf gepflegte reichen fast immer. Qualität und Aktualität schlagen Menge.
Baukasten, wenn du Zeit und Gestaltungswillen hast und mit Miet-Modell plus Vorlagen-Look leben kannst. Professionell, wenn die Website Anfragen und Bewerber bringen soll und deine Zeit im Betrieb mehr wert ist.