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WordPress von Marc-Andre Aschendorf

WordPress-Wartung: Was sie kostet – und wann du sie nicht brauchst

WordPress-Wartung kostet in Deutschland typischerweise 30 bis 250 € pro Monat – oder 1–2 Stunden deiner Zeit pro Woche, wenn du sie selbst machst. Das Unbequeme daran: Wartung kauft nichts Sichtbares. Sie verhindert nur, dass deine Website kaputtgeht. In diesem Artikel rechnen wir ehrlich durch, was Wartung wirklich kostet – und schauen uns an, für welche Websites der Wartungsbedarf komplett entfällt.

Lesezeit: ca. 7 Minuten

Zuletzt aktualisiert: Juli 2026

Das Wichtigste in Kürze:

  • WordPress-Wartungsverträge kosten 30–250 €/Monat – inhaltliche Änderungen sind meist nicht enthalten und kosten extra (60–120 €/Stunde).
  • Selbermachen kostet 1–2 Stunden pro Woche; bei 40 € internem Stundensatz sind das 160–350 €/Monat an Arbeitszeit.
  • Wartung ist bei WordPress keine Option, sondern Pflicht: Rund 90 % der gehackten WordPress-Seiten werden über veraltete Plugins übernommen.
  • Statische Websites haben keinen Wartungsbedarf – kein Core, keine Plugins, keine Datenbank, die veralten könnten.

Was gehört eigentlich zur WordPress-Wartung?

Ein seriöser Wartungsvertrag deckt fünf Aufgabenbereiche ab:

  1. Updates: WordPress-Core, Theme und sämtliche Plugins – je nach Website 10 bis 30 Komponenten, die monatlich Aktualisierungen erhalten.
  2. Backups: Regelmäßige Sicherungen von Dateien und Datenbank, idealerweise mit getestetem Wiederherstellungsweg.
  3. Sicherheitsüberwachung: Malware-Scans, Login-Schutz, Firewall-Regeln.
  4. Kompatibilitätsprüfung: Nach jedem Update prüfen, ob Layout und Funktionen noch stimmen – der Schritt, der bei Billig-Paketen oft fehlt.
  5. PHP- und Datenbank-Pflege: Der Server unter WordPress braucht ebenfalls aktuelle Software.

Wichtig zu verstehen: All das hält nur den Status quo. Kein einziger dieser Punkte macht deine Website besser, schneller oder aktueller – sie verhindern nur den Verfall.

Was kostet WordPress-Wartung? (Übersicht 2026)

VarianteKosten/MonatEnthaltenNicht enthalten
Selbst machen0 € + 4–8 Std. Zeitalles, was du kannstdein Feierabend; Haftung bei Fehlern
Basis-Paket (Freelancer/Tool)30–50 €Updates, BackupsKompatibilitätsprüfung, Support, Inhalte
Standard-Wartungsvertrag80–150 €Updates, Backups, Monitoring, kleiner Supportinhaltliche Änderungen
Premium-Agentur150–250 €+alles oben + ReaktionszeitenÄnderungen oft nur mit Stundenkontingent
Notfall ohne Vertrag90–150 €/Std.Feuerwehr-EinsatzPlanbarkeit

Dazu kommt der Posten, den kaum jemand einrechnet: Inhaltliche Änderungen kosten fast immer extra. Neue Öffnungszeiten, ein getauschtes Foto, eine aktualisierte Preisliste – abgerechnet nach Stundensatz, typischerweise 60–120 €. Ein Wartungsvertrag hält die Website am Leben, aber nicht aktuell.

Die ehrliche Jahresrechnung

Ein typischer kleiner Betrieb mit Standard-Wartungsvertrag (100 €/Monat) und vier kleinen Änderungen pro Jahr (je 1 Stunde à 90 €):

  • Wartung: 1.200 €/Jahr
  • Änderungen: 360 €/Jahr
  • Hosting: 120–240 €/Jahr
  • Summe: rund 1.700–1.800 € pro Jahr – für eine Website, die sich inhaltlich kaum bewegt.

Wer stattdessen selbst wartet, tauscht das Geld gegen Zeit: 1–2 Stunden pro Woche sind bei 40 € internem Stundensatz 2.000–4.000 € Arbeitszeit pro Jahr – plus das Risiko, dass ein fehlgeschlagenes Update am Wochenende die Seite lahmlegt. Wie du zumindest die Plugin-Last reduzierst, zeigt der Plugin-Aufräum-Guide.

Warum braucht WordPress überhaupt so viel Wartung?

WordPress ist ein System aus vielen beweglichen Teilen: Core, Theme, Plugins, PHP-Version, Datenbank. Jedes Teil wird von anderen Menschen entwickelt und aktualisiert – und alle müssen zueinander passen. Jede Komponente ist zugleich ein potenzielles Einfallstor: Rund 90 % der erfolgreichen Angriffe auf WordPress-Seiten laufen über veraltete Plugins (Quelle: Wordfence). Welche Risiken das konkret sind, liest du unter WordPress-Sicherheitslücken.

Das ist keine Schwäche von WordPress im Speziellen – es ist der Preis jedes Systems, das bei jedem Seitenaufruf Software ausführt und eine Datenbank befragt.

Wann du gar keine Wartung brauchst

Es gibt eine Kategorie von Websites, bei der der Wartungsgrund konstruktionsbedingt entfällt: statische Websites. Sie bestehen aus fertigen HTML-, CSS- und JavaScript-Dateien – ohne CMS, ohne Plugins, ohne Datenbank, ohne Login. Es existiert schlicht keine Software, die veralten, brechen oder gehackt werden könnte. Was eine statische Website genau ist, erkläre ich hier.

Für die meisten Unternehmens-Websites (Leistungen zeigen, Vertrauen aufbauen, Kontakt ermöglichen) ist das die passende Bauweise. Der Haken war früher: Änderungen erforderten einen Entwickler. Genau da setzt mein Modell an – ich baue deine Website statisch um und übernehme jede Änderung per Betreuungs-Flatrate: Du schickst eine WhatsApp, am nächsten Werktag ist es online. Der Monatsbetrag, den du heute für reines „Nicht-kaputtgehen" zahlst, fließt dann in Dinge, die deine Kunden tatsächlich sehen. Was das kostet, steht transparent auf der Preisseite.

: Wartung ist ein Symptom, keine Lösung

WordPress-Wartung ist notwendig, solange du WordPress betreibst – und sie kostet dich jedes Jahr vierstellig, in Geld oder Zeit, ohne dass deine Website davon besser wird. Die eigentliche Frage ist nicht „Welcher Wartungsvertrag?", sondern: Braucht deine Website überhaupt eine Technik, die gewartet werden muss?

Wenn du wissen willst, ob sich der Umstieg für deine Website rechnet: Schick mir deine URL – ich analysiere sie kostenlos und sage dir ehrlich, was du heute für Wartung zahlst und was du dir sparen könntest.

Häufige Fragen

Typisch 30–250 €/Monat je nach Umfang. Basis-Pakete (Updates + Backups) ab 30–50 €, Verträge mit Monitoring und Support 100–250 €. Inhaltliche Änderungen kosten fast immer extra.

Bei WordPress ja – ohne Updates entstehen bekannte Sicherheitslücken, die automatisiert ausgenutzt werden. Verzichtbar ist Wartung nur bei Websites ohne CMS und Datenbank.

Ja, mit 1–2 Stunden pro Woche und etwas technischem Verständnis. Rechne den eigenen Stundensatz ehrlich dagegen – meist ist das teurer als jeder Vertrag.

Die Seite läuft zunächst weiter, wird aber schleichend langsamer und angreifbarer. Typisches Ende: gehackte Seite, Google-Warnung „Diese Website wurde möglicherweise gehackt", Notfall-Einsatz für mehrere hundert Euro. Was dann zu tun ist, steht im Artikel WordPress gehackt – was jetzt?