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Marketing von Marc-Andre Aschendorf

Was kostet eine professionelle Website für kleine Unternehmen?

500 Euro? 5.000 Euro? 15.000 Euro? Die Preisspannen bei Websites sind absurd. Hier bekommst du einen ehrlichen Überblick – was du wirklich zahlst, was du dafür bekommst, und wo die versteckten Kosten lauern.

Lesezeit: ca. 10 Minuten

Zuletzt aktualisiert: Februar 2026

Du brauchst eine Website für dein Unternehmen. Also googelst du "Website erstellen lassen Kosten" – und bekommst Angebote zwischen 300 und 30.000 Euro. Wie soll man da eine Entscheidung treffen?

Das Problem ist: Die meisten Preisvergleiche im Internet sind entweder von Agenturen geschrieben (die dir ihr teures Paket verkaufen wollen) oder von Baukastenanbietern (die dir weismachen, dass 10 Euro im Monat reichen).

Hier bekommst du eine ehrliche Aufschlüsselung. Was kostet was, was brauchst du wirklich, und wo zahlst du drauf, ohne es zu merken.

Die 4 Wege zur Unternehmenswebsite

Weg 1: Baukasten (Jimdo, Wix, Squarespace)

Kosten: 10–40 €/Monat

Du klickst dir die Website selbst zusammen. Drag & Drop, fertige Templates, alles inklusive.

Was du bekommst:

  • Eine funktionsfähige Website innerhalb von Tagen
  • Hosting und SSL inklusive
  • Einfache Bedienung ohne technisches Wissen

Was du nicht bekommst:

  • Individuelle Performance-Optimierung
  • Volle Kontrolle über den Code
  • Gute Ladezeiten (Baukästen laden viel unnötigen Code)
  • Eigentum an der Website (du mietest, du besitzt nicht)
  • Echte SEO-Flexibilität

Versteckte Kosten:

  • Premium-Features kosten extra (eigene Domain, E-Commerce, mehr Speicher)
  • Du investierst deine eigene Zeit – und die ist nicht kostenlos
  • Wenn du aufhörst zu zahlen, ist die Website weg

Geeignet für: Hobby-Projekte, Vereine, absolute Startups mit null Budget.

Ehrliche Einschätzung: Für eine ernst gemeinte Unternehmenswebsite reicht ein Baukasten meistens nicht. Die Ladezeiten sind mittelmäßig, die SEO-Möglichkeiten begrenzt, und du bist vom Anbieter abhängig.

Weg 2: WordPress (selbst oder mit Freelancer)

Kosten: 1.500–8.000 € (Erstellung) + 50–200 €/Monat (Betrieb)

Entweder baust du die WordPress-Website selbst auf oder lässt sie von einem Freelancer bauen.

Was du bekommst:

  • Flexible, erweiterbare Website
  • Riesiges Ökosystem an Plugins und Themes
  • Du kannst Inhalte selbst bearbeiten
  • Große Community für Support

Was du nicht bekommst:

  • Wartungsfreiheit (Updates, Backups, Sicherheit – alles dein Problem)
  • Garantierte Performance
  • Sicherheit ohne ständige Aufmerksamkeit

Versteckte Kosten – und hier wird es interessant:

KostenpostenJährlich
Hosting (vernünftig)60–180 €
Premium-Theme50–80 € (einmalig, aber Updates kosten)
Premium-Plugins (Formulare, SEO, Backup, Sicherheit)100–400 €
SSL-Zertifikat0–100 € (je nach Hoster)
Wartung & Updates (wenn du es nicht selbst machst)600–2.400 €
Sicherheits-Fixes (wenn was passiert)200–1.000 € pro Vorfall
Summe pro Jahr (ohne Erstellung)500–2.500 €

Über 3 Jahre gerechnet zahlst du für eine WordPress-Website also leicht 3.000 bis 10.000 Euro – Erstellung plus Betrieb. Und nach 3 Jahren sieht die Website meistens veraltet aus und braucht ein Redesign.

Weg 3: Agentur (WordPress, TYPO3, Custom)

Kosten: 5.000–30.000 € (Erstellung) + 200–500 €/Monat (Betrieb)

Eine Agentur mit Projektmanager, Designer, Entwickler und SEO-Spezialist baut dir eine maßgeschneiderte Website.

Was du bekommst:

  • Professionelles Design nach Briefing
  • Technisch (meistens) sauber umgesetzt
  • Strategie und Beratung
  • Support-Vertrag

Was du nicht bekommst:

  • Persönlichen Kontakt (du redest mit dem Projektmanager, nicht dem Entwickler)
  • Schnelle Reaktionszeiten bei kleinen Änderungen
  • Kostenkontrolle (Agenturstunden kosten 80–150 €/h)

Versteckte Kosten:

  • Jede Änderung nach Launch kostet extra (oft 80–120 € pro Stunde)
  • "Kleine Anpassung" = mindestens 1 Stunde berechnet
  • Redesign nach 3–4 Jahren: wieder 5.000–15.000 €
  • Hosting, Wartung, Support: alles separate Posten

Geeignet für: Mittelständische Unternehmen mit Budget und komplexen Anforderungen.

Ehrliche Einschätzung: Agenturen liefern gute Ergebnisse – aber du zahlst für den Overhead. Büro, Projektmanagement, Account Manager. Für eine 5-Seiten-Unternehmenswebsite ist das oft Kanonen auf Spatzen.

Weg 4: Statische Website mit Betreuungspaket

Kosten: 300–500 €/Monat (alles inklusive, 24 Monate)

Deine bestehende Website wird in sauberen HTML/CSS/JS-Code umgebaut. Du bekommst Hosting, SEO-Pflege, Änderungsservice und Sicherheit in einem Paket. Nach der Laufzeit gehört die Website dir.

Was du bekommst:

  • Blitzschnelle Website (PageSpeed 90+)
  • Maximale Sicherheit (keine Angriffsfläche)
  • Persönlicher Ansprechpartner (kein Ticket-System)
  • Änderungen per WhatsApp statt Admin-Panel
  • SEO-Optimierung über die gesamte Laufzeit
  • Nach Vertragsende: 100 % Eigentum

Was du nicht bekommst:

  • Selbst Inhalte bearbeiten (dafür hast du den Service)
  • Komplexe Funktionen wie Online-Shops oder Mitgliederbereiche

Versteckte Kosten:

  • Keine. Festpreis ist Festpreis.

Geeignet für: Kleine Unternehmen, Handwerker, Dienstleister, Freiberufler – alle, die eine Website wollen, die funktioniert, ohne dass sie sich darum kümmern müssen.

Der echte Kostenvergleich über 3 Jahre

Jetzt wird es spannend. Lass uns alle vier Wege über einen Zeitraum von 3 Jahren vergleichen – denn eine Website ist keine einmalige Anschaffung:

KostenpostenBaukastenWordPress + FreelancerAgenturStatisch + Betreuung
Erstellung0 €3.000–6.000 €8.000–20.000 €1 € (Setup)
Monatliche Kosten (36 Monate)720–1.440 €1.800–7.200 €7.200–18.000 €9.576 € (24 Mo.) + optional
Änderungen/SupportSelbst machen500–2.000 €/Jahr2.000–5.000 €/JahrInklusive
Gesamt über 3 Jahre720–1.440 €5.800–17.200 €19.200–53.000 €~9.600 €
Website gehört dir danach?NeinJa (aber veraltet)Ja (aber veraltet)Ja (aktuell & optimiert)
PageSpeed Score40–6030–6540–7090+
Wartungsaufwand für dichMittelHochNiedrigNull

Der Baukasten ist am günstigsten – aber du bekommst, wofür du zahlst. WordPress mit Freelancer sieht auf den ersten Blick günstiger aus als die statische Variante, wird aber durch laufende Kosten schnell teurer. Und die Agentur? Die spielt in einer anderen Preisliga.

Was die meisten Preisvergleiche verschweigen

Es gibt drei Kosten, die fast nie in Angeboten auftauchen:

1. Deine eigene Zeit. Wenn du mit einem Baukasten oder WordPress selbst arbeitest, investierst du Stunden deiner Zeit. Stunden, in denen du nicht mit Kunden arbeitest, nicht Aufträge abwickelst, nicht Geld verdienst. Wenn deine Arbeitsstunde 50 Euro wert ist und du 40 Stunden an deiner Website bastelst, sind das 2.000 Euro – die in keinem Preisvergleich auftauchen.

2. Opportunitätskosten durch schlechte Performance. Eine langsame Website kostet dich Kunden. Jeden Tag. Google zeigt dich schlechter an, Besucher springen ab, deine Google-Ads-Klickpreise steigen. Das sind reale Kosten, die du nie auf einer Rechnung siehst.

3. Das Redesign in 3 Jahren. WordPress-Websites altern schnell. Themes werden nicht mehr unterstützt, Plugins werden inkompatibel, das Design sieht veraltet aus. Nach 3–4 Jahren steht ein Relaunch an – und du zahlst wieder.

Meine ehrliche Empfehlung

Vergiss den billigsten Preis. Frag dich stattdessen:

Was soll meine Website für mich tun?

Wenn die Antwort "Kunden gewinnen, Vertrauen aufbauen und bei Google gefunden werden" ist, dann brauchst du eine Website, die schnell ist, professionell aussieht und kontinuierlich betreut wird. Ob das über WordPress, eine Agentur oder ein Betreuungspaket passiert, hängt von deiner Situation ab.

Für die meisten kleinen Unternehmen ist die beste Investition nicht die günstigste Website – sondern die, um die du dich nicht kümmern musst. Weil du in der Zeit, in der du nicht an WordPress-Updates denkst, Geld verdienst.

Du willst wissen, was die beste Lösung für deine Situation ist? Lass uns drüber reden – kostenlos und unverbindlich. Ich schaue mir deine aktuelle Website an und sage dir ehrlich, was Sinn macht.

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Häufige Fragen

Die Kosten variieren stark: Baukästen kosten 10–40 €/Monat, Freelancer verlangen 1.500–8.000 € für die Erstellung, Agenturen 5.000–30.000 €. Betreuungspakete (alles inklusive) liegen bei 300–500 €/Monat bei 12–24 Monaten Laufzeit.

Neben dem Hosting (5–30 €/Monat) kommen Premium-Plugins (100–400 €/Jahr), ein Premium-Theme (50–80 €), Wartungskosten (50–200 €/Monat) und gelegentliche Sicherheits-Fixes hinzu. Über 3 Jahre können das leicht 3.000–10.000 € werden.

Ein Baukasten wirkt am günstigsten, gehört dem Anbieter und hat schlechte SEO-Performance. Professionelle statische Websites mit Betreuungspaket kosten über 3 Jahre ähnlich viel wie WordPress mit Wartung – liefern aber deutlich bessere Ergebnisse und gehören dir danach.