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WordPress von Marc-Andre Aschendorf

Was kostet WordPress wirklich? Die ehrliche Vollkostenrechnung

WordPress ist kostenlos – der Betrieb einer WordPress-Website kostet eine typische Firma 1.500 bis 4.000 € pro Jahr. Die Differenz zwischen diesen beiden Sätzen ist der Grund, warum so viele Betriebe von ihrer „günstigen" Website überrascht werden. Dieser Artikel rechnet alle Kostenblöcke ehrlich durch – die offensichtlichen und die, über die niemand vorher spricht.

Lesezeit: ca. 7 Minuten

Zuletzt aktualisiert: Juli 2026

Hinweis: Hier geht es um die Betriebskosten einer bestehenden WordPress-Website. Was die Erstellung kostet, steht im großen Website-Preisvergleich.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Die Software ist gratis – bezahlt wird der Betrieb: Hosting, Lizenzen, Wartung, Zeit, Notfälle.
  • Realistische Vollkosten: 125–330 €/Monat bzw. 1.500–4.000 €/Jahr für eine gepflegte Firmen-Website.
  • Der größte unsichtbare Posten ist Arbeitszeit: Wer selbst pflegt und wartet, zahlt mit 1–2 Stunden pro Woche.
  • Alle 4–6 Jahre kommt der Relaunch dazu – der Zyklus ist Teil der WordPress-Gesamtkosten.

Kostenblock 1: Hosting (5–30 €/Monat)

WordPress braucht einen Server mit PHP und Datenbank. Billig-Hosting ab 5 € führt zu den Ladezeiten, die dich Kunden kosten; brauchbares Hosting liegt bei 10–30 €/Monat. Jahreskosten: 120–360 €.

Kostenblock 2: Theme- und Plugin-Lizenzen (100–400 €/Jahr)

Der Posten, der bei der Übergabe gern verschwiegen wird: Premium-Themes (30–90 €/Jahr), Page-Builder wie Elementor Pro (60–100 €/Jahr), Formular-, Backup-, SEO- und Sicherheits-Plugins (je 40–100 €/Jahr). Vier bis sechs Premium-Komponenten sind bei Agentur-Websites normal. Und: Oft laufen die Lizenzen über die Agentur – kündigst du dort, verlierst du die Updates. Jahreskosten: 100–400 €.

Kostenblock 3: Wartung (360–3.000 €/Jahr – oder deine Zeit)

Der größte planbare Block. WordPress-Core, Theme und 10–30 Plugins wollen laufend aktualisiert, gesichert und auf Kompatibilität geprüft werden. Entweder zahlst du einen Wartungsvertrag (30–250 €/Monat) – oder du zahlst mit 1–2 Stunden eigener Zeit pro Woche, was bei 40 € internem Stundensatz 2.000–4.000 € Arbeitszeit im Jahr entspricht. Dieser Posten existiert, weil das System ihn erzwingt: 90 % der Hacks laufen über veraltete Plugins.

Kostenblock 4: Änderungen (0–1.000 €/Jahr)

Wartung hält die Seite am Leben – aktuell macht sie sie nicht. Neue Fotos, geänderte Öffnungszeiten, eine Stellenanzeige: beim Dienstleister 60–120 €/Stunde. Vier kleine Änderungen im Jahr: ~360 €. Die Alternative „wir machen es selbst" landet wieder in Block 3 – oder die Änderungen unterbleiben, und die Website veraltet (der teuerste Ausgang, nur steht er auf keiner Rechnung).

Kostenblock 5: Notfälle und der Relaunch-Zyklus

Zwei Posten, die keiner budgetiert:

  • Notfälle: Ein Update zerschießt das Layout, die Seite wird gehackt – Feuerwehr-Einsätze kosten 90–150 €/Stunde, Hack-Bereinigungen 300–1.500 €. Kalkulatorisch: 100–300 €/Jahr Rücklage.
  • Der Relaunch-Zyklus: WordPress-Websites altern systembedingt – nach 4–6 Jahren steht der Relaunch an: 2.000–10.000 €. Auf die Jahre umgelegt: 500–1.500 €/Jahr, die in keiner Monatsrechnung auftauchen.

Die 3-Jahres-Vollkostenrechnung

Typische 5-Seiten-Firmenwebsite, konservativ gerechnet:

PostenSparsamRealistisch
Hosting (36 Monate)360 €720 €
Lizenzen300 €900 €
Wartung (Vertrag bzw. Zeitwert)1.800 €5.400 €
Änderungen500 €1.100 €
Notfall-Rücklage300 €900 €
Relaunch-Anteil (3 von 5 Jahren)1.500 €4.500 €
Summe 3 Jahre4.760 €13.520 €
Pro Monat≈ 132 €≈ 375 €

Zum Vergleich: Im Betreuungsmodell kostet dieselbe Website einmalig 1.500 € (5 Seiten × 300 €) plus 199 €/Monat – über 3 Jahre 8.664 €, darin aber: unbegrenzte Änderungen, Hosting, Sicherheit, technisches SEO, kein Wartungsbedarf, kein Relaunch-Zyklus (statische Technik altert nicht) – und am Ende gehört dir die Website. Die WordPress-Rechnung enthält all das nicht: Sie hält nur den Status quo. Der Rechner auf der Preisseite zeigt deine konkrete Zahl.

„WordPress ist kostenlos" ist der teuerste Satz im Website-Markt: Die wahren Kosten stecken in Wartung, Zeit, Notfällen und dem eingebauten Relaunch-Zyklus. Rechne deine eigene Website einmal ehrlich durch – die Tabelle oben ist die Vorlage. Und wenn du das Ergebnis gegen eine Alternative halten willst: Schick mir deine URL – ich rechne dir kostenlos aus, was dich der Umstieg kostet und was du danach nie wieder zahlst.

Häufige Fragen

Die Software ja. Der Betrieb kostet realistisch 1.500–4.000 €/Jahr – in Geld, Zeit oder beidem.

Vollkosten 125–330 €/Monat inkl. Hosting, Lizenzen, Wartung und Rücklagen. Die beworbene Hosting-Zahl allein ist nur der kleinste Posten.

Ja, begrenzt: Plugins ausmisten, Lizenzen prüfen, Wartung bündeln. Die Struktur der Kosten bleibt – sie hängt am System, nicht an der Sparsamkeit.

Sobald deine Website vor allem präsentiert (keine Shop-/Login-Funktionen) und du mehr als ~130 €/Monat Vollkosten trägst oder regelmäßig eigene Zeit hineinsteckst. Der Systemvergleich im Detail.