Website überarbeiten lassen: Was es kostet und wann es sich lohnt
Eine Website überarbeiten zu lassen kostet je nach Umfang 500 bis 5.000 € als Einzelprojekt – oder ist in einer Betreuungs-Flatrate bereits enthalten. Die wichtigere Frage kommt aber vor dem Preis: Reicht eine Überarbeitung überhaupt, oder renovierst du gerade ein Haus mit kaputtem Fundament? Dieser Artikel gibt dir eine ehrliche Entscheidungshilfe.
Das Wichtigste in Kürze:
- Überarbeitung lohnt sich, wenn die Technik gesund ist und nur Inhalte, Bilder oder Struktur veraltet sind.
- Kosten: 60–120 €/Stunde einzeln, 500–5.000 € als Paket – oder als Flatrate im Betreuungsmodell.
- Der 3-Minuten-Selbsttest unten zeigt dir, in welche Kategorie deine Website fällt.
- Warnsignal: Wenn du die Überarbeitung seit Monaten aufschiebst, weil sie „so umständlich" ist, ist das Problem nicht der Inhalt, sondern das System dahinter.
Der 3-Minuten-Selbsttest: Überarbeiten oder neu?
Beantworte drei Fragen – ehrlich:
- Ladezeit: Öffne pagespeed.web.dev, gib deine Adresse ein, schau auf den Mobile-Wert. Über 80? Technik in Ordnung. Unter 50? Das Problem sitzt tiefer als deine Texte.
- Handy-Test: Kannst du am Smartphone mit dem Daumen anrufen, das Formular ausfüllen, alles lesen ohne Zoomen? Nein? Kein Text der Welt rettet eine Seite, die mobil nicht bedienbar ist.
- Änderungs-Test: Wie lange dauert es, ein Foto zu tauschen – und wer kann das? „Keine Ahnung / nur die Agentur / traue ich mich nicht"? Dann ist die Pflege selbst das Problem.
Auswertung: Dreimal gut → Überarbeitung reicht, lies weiter. Ein- oder mehrmals schlecht → du brauchst keine Überarbeitung, sondern einen Relaunch, der die Ursache behebt.
Was eine gute Überarbeitung umfasst
Eine Überarbeitung, die den Namen verdient, geht in vier Ebenen vor:
1. Inhalte: Veraltete Leistungen, alte Teamfotos, Preise von vorgestern – der offensichtlichste Teil. Faustregel: Alles, was ein Kunde am Telefon anders gesagt bekommt als es auf der Website steht, muss weg.
2. Struktur: Führt die Seite Besucher zur Kontaktaufnahme – oder ist sie ein digitaler Schaukasten? Oft fehlen die entscheidenden Elemente: klare Handlungsaufforderungen, Antworten auf Einwände, eine Ausbildungs- oder Karriereseite, die Bewerber anspricht.
3. Suchmaschinen-Basics: Seitentitel und Beschreibungen, Überschriften-Struktur, Schema-Markup – unsichtbare Zeilen, die entscheiden, wie Google (und zunehmend KI-Suchen) deine Seite verstehen.
4. Kleine Technik-Korrekturen: Bilder komprimieren, kaputte Links reparieren, Impressum auf aktuellem Rechtsstand. Das Maximum dessen, was ohne Neubau geht.
Was kostet die Überarbeitung? (realistische Zahlen)
| Modell | Kosten | Geeignet wenn |
|---|---|---|
| Stundenweise (Freelancer/Agentur) | 60–120 €/Std. | einzelne, klar umrissene Änderungen |
| Überarbeitungs-Paket | 500–5.000 € je nach Umfang | einmalige Frischekur bei gesunder Technik |
| Betreuungs-Flatrate (webupdater.de) | ab 199 €/Monat | laufende Pflege – Text- und Bildänderungen unbegrenzt enthalten |
Der versteckte Kostentreiber beim Stundenmodell: Jede künftige Änderung kostet wieder. Deshalb schieben Betriebe Aktualisierungen auf, die Website veraltet erneut, und in zwei Jahren steht die nächste kostenpflichtige Überarbeitung an. Die Flatrate dreht die Logik um: Weil Ändern nichts extra kostet, bleibt die Seite dauerhaft aktuell. So funktioniert das bei mir.
Der unbequeme Sonderfall: Überarbeitung als Symptombekämpfung
Ein Muster sehe ich ständig: Eine WordPress-Seite lädt in 6 Sekunden, das Backend ist ein Minenfeld – und der Betrieb bestellt neue Texte. Das ist wie Tapezieren bei feuchten Wänden. Die Investition verpufft, weil Besucher abspringen, bevor sie den neuen Text je sehen.
In diesem Fall ist die wirtschaftlich bessere Reihenfolge: erst die technische Basis erneuern (bei mir: Umstellung auf eine statische Website, 300 € pro Seite – dabei werden die Inhalte ohnehin angefasst und überarbeitet), dann laufend pflegen. Die Überarbeitung ist dann kein Projekt mehr, sondern Alltag: Änderung per WhatsApp schicken, am nächsten Werktag ist sie online. Preise stehen transparent hier.
„Website überarbeiten lassen" ist die richtige Entscheidung – wenn die Basis stimmt. Der Selbsttest oben kostet dich drei Minuten und bewahrt dich davor, Geld in Kosmetik zu stecken, wo eine Sanierung nötig wäre. Wenn du unsicher bist, in welche Kategorie deine Website fällt: Schick mir deine URL – ich analysiere sie kostenlos und sage dir ehrlich, ob Überarbeitung reicht oder was stattdessen sinnvoll ist. Auch dann, wenn die Antwort lautet: „Lass alles so, ist gut genug."
Häufige Fragen
Stundenweise 60–120 €, als Paket 500–5.000 € je nach Umfang. Im Betreuungsmodell sind laufende Text- und Bildüberarbeitungen ab 199 €/Monat unbegrenzt enthalten.
Technik gesund (schnell, mobil sauber, pflegbar) → überarbeiten. Technik krank (langsam, Wartungslast, Update-Angst) → Relaunch, sonst ist die Überarbeitung verlorenes Geld.
Inhalte: laufend – spätestens, wenn etwas nicht mehr stimmt. Struktur und SEO: einmal jährlich prüfen. Wer laufend pflegt, braucht nie wieder die große, teure „Generalüberholung".
Ja, das ist sogar sinnvoll: Startseite, Leistungsseite und Kontaktseite bringen am meisten – dort entscheidet sich, ob aus Besuchern Anfragen werden.